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Selleriekraut trocknen – so geht es!

Das Kraut der Sellerieknolle als Küchenzutat

Selleriekraut - auch gut zum Trocknen geeignet

Selleriekraut – auch gut zum Trocknen geeignet

Sellerie gehört zu den Gemüsen, die in der Küche vielseitig verwendbar sind und ein frisches, leicht würziges Aroma bringen. Stangensellerie eignet sich gut als knackiger Snack oder in Salaten, während Knollensellerie Suppen, Eintöpfen und Ofengerichten eine angenehme Tiefe verleiht. Auch die zarten Blätter sind aromatisch und können fein gehackt als Kräuterersatz über Gerichte gestreut werden.

Wer Glück hat, bekommt im Handel oder auch frisch auf dem Markt eine Sellerieknolle, bei der das Kraut noch dran und auch frisch ist. Oder aber man hat im eigenen Garten einen Sellerie angebaut.

Wenn das Selleriekraut nicht gleich frisch verarbeitet wird, lässt es sich schön trocknen und kann so lange Zeit als Gewürz in der heimischen Küche verwendet werden. Wir haben uns an die Arbeit gemacht und das leckere Kraut getrocknet, lesen Sie nun unsere Erfahrungen.

Frisches Selleriekraut trocknen – Schritt für Schritt Anleitung

1. Zuerst wurde das Kraut gereinigt und dann in kleinere Bünde zusammengebunden. Danach haben wir es an einem luftigen Ort aufgehängt und für drei Tage antrocknen lassen.
2. Das nun etwas angetrocknete Selleriekraut kann jetzt relativ leicht auf die gewünschte Größe klein gehackt werden.
3. Kleingehackt kommt es nun großzügig ausgebreitet auf ein Blech oder ähnliches. Wir haben es für knapp neun Tage nun an der Luft trocknen lassen.
4. Fertig! Das nun getrocknete Selleriekraut kann in einem gewünschten Behälter gefüllt werden und bei den Gewürzen und Kräutern gelagert werden

Frischen Sellerie mit festen Stangen oder einer festen Knolle auswählen. Kurz abspülen und trocken tupfen. Welke Blätter und unschöne Stellen entfernen. Bei Stangensellerie die Enden abschneiden, bei Knollensellerie die Oberfläche schälen und Wurzelreste entfernen.

Die Stücke gleichmäßig schneiden. Dünne Scheiben oder kleine Würfel trocknen schneller als dicke Stücke. Für Stangensellerie sind zwei bis vier Millimeter praktikabel. Knollensellerie kann ebenfalls in dünne Scheiben geschnitten oder geraspelt werden.

Im Dörrgerät die Stücke locker auf die Gitter legen, damit Luft zirkulieren kann. Eine moderate Temperatur einstellen und mehrere Stunden einplanen. Zwischendurch prüfen, ob die Stücke trocken und brüchig sind.

Im Backofen die Stücke auf Backpapier verteilen und eine niedrige Temperatur wählen. Die Ofentür leicht öffnen, damit Feuchtigkeit entweichen kann, und die Stücke gelegentlich wenden. Die Dauer richtet sich nach Dicke und Ausgangsfeuchte.

Bei warmem, trockenem Wetter ist Lufttrocknung möglich. Dünne Scheiben auf Gittern oder sauberen Tüchern ausbreiten, vor direkter Sonne schützen und für gute Luftzirkulation sorgen. Diese Methode benötigt deutlich mehr Zeit und ist wetterabhängig.

Den getrockneten Sellerie vollständig abkühlen lassen und auf Restfeuchte prüfen. In luftdichte Gefäße füllen und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Gefäße mit Datum beschriften.

Getrockneter Sellerie eignet sich für Suppen und Eintöpfe oder kann fein gemahlen als Würzzutat verwendet werden. Die Trocknungsfläche nicht überladen und gegebenenfalls eine niedrigere Temperatur über längere Zeit wählen, um das Aroma zu schonen.

Für welche Rezepte eignet sich das getrocknete Selleriekraut?

Diese Frage kann natürlich nur schwer pauschal beantwortet werden, da der/die begeisterte Hobbykoch/köchin seiner/ihrer Kreativität vollkommen freien Lauf lassen kann. Beliebte Anwendungsgebiete sind jedoch:

  • Eintöpfe, Suppen und Soßen jeder Art
  • Zu Gemüse und Salaten
  • In einer Mischung zubereitet als Kräutersalz
  • Für die Zubereitung von Selleriekraut-Tee (Wirkung: harntreibend)
  • Überall sonst, wo Kräuter „rein“ und „rauf“ kommen

Wie lange hält sich das getrocknete Selleriekraut?

In der Regel ist das getrocknete Kraut ca. 1 Jahr haltbar, danach verliert es zunehmend an Aroma.
Sie sehen, der kleine Aufwand lohnt sich sehr, da man ein intensives Gewürz für verschiedene Gerichte erhält, das zudem lange haltbar ist. Hinzu kommt natürlich die innere Zufriedenheit, etwas selbst gemacht zu haben.

Zubereitung

Bei der Zubereitung lohnt es sich, möglichst ganze Teile zu nutzen. Stangensellerie lässt sich in Streifen schneiden und roh mit einem Dip servieren, die inneren Fasern kann man für Brühen auskochen und die Blätter in Pestos oder Dressings geben. Knollensellerie schmeckt geröstet besonders aromatisch, im Ofen mit etwas Öl und Kräutern wird die Oberfläche goldbraun und die Textur angenehm sämig.

Für schnelle Gerichte ist Sellerie praktisch. In einer Pfanne mit Zwiebeln und Knoblauch kurz angebraten ergänzt er gebratenes Gemüse oder Fleisch, in feine Würfel geschnitten passt er gut zu Suppen und Gemüsepfannen. Kombiniert mit Nüssen, Äpfeln oder kräftigem Käse entsteht ein interessanter Kontrast zwischen knackiger Frische und würziger Fülle.

Wer ihn lagern möchte, wickelt Stangensellerie in feuchtes Küchenpapier und legt ihn in ein Fach im Kühlschrank. Knollensellerie hält sich an einem kühlen, dunklen Ort über mehrere Wochen. Beim Einkauf achte auf feste, glänzende Stangen und eine glatte Knolle ohne weiche Stellen.

Viel Spass!


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